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Söder fordert Ausgleich für Batteriestandort Münster

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München (dpa) - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut die Standortentscheidung bei der Batteriezellenforschung kritisiert und erwartet einen Ausgleich für die Südländer Bayern und Baden-Württemberg. »Die Schwäche an der einseitigen Entscheidung zu Münster ist das fehlende industrielle Umfeld«, sagte Söder den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Angewandte Forschung müsse in der Nähe der Wirtschaft stattfinden, damit daraus auch eine ökonomische Dividende folgen könne.


Söder wandte sich damit erneut gegen die Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU), der Stadt Münster den Zuschlag für die geplante Batteriefabrik zu geben. »Hier wurden regionale über nationale und fachliche Interessen gestellt. Jetzt muss es einen Ausgleich geben«, forderte der CSU-Chef. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei er hierüber im Gespräch.

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Dass Münster und nicht Ulm den Zuschlag für die Forschungsfabrik bekommen hatte, sorgt im Süden für Unmut. In Ulm wird bereits auf diesem Gebiet gearbeitet. An der Wahl Münsters hatte es auch Kritik gegeben, weil Karliczek aus dem nahe gelegenen Ibbenbüren kommt. Die Ministerin hatte die Entscheidung verteidigt und zuletzt auch in einer Sondersitzung des Bundestagsausschusses für Forschung betont, dass sie auf die Standortwahl keinerlei Einfluss genommen habe.