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Söder: Fall Kalou in Corona-Krise ein Bundesliga-Eigentor

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Markus Söder
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Markus Söder, der Ministerpräsident von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa) - Die jüngste Video-Posse um Fußballprofi Salomon Kalou von Hertha BSC hat nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der Bundesliga in der Corona-Krise wie ein Eigentor geschadet. »Was diese Woche passiert ist, war leider ein Rückschritt«, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im Bayerischen Fernsehen.


Kalou hatte am Montag Szenen aus der Umkleidekabine von Hertha mit seinem Handy gefilmt und bei Facebook live verbreitet, auf denen zu sehen war, wie er vielen Teamkollegen die Hand gab. Das widerspricht dem Hygienekonzept, das die Deutsche Fußball Liga den Vereinen vorschreibt, um die Saison fortsetzen zu können. Hertha suspendierte den Stürmer von der Elfenbeinküste umgehend.

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Söder bezeichnete Kalous Verhalten vor der am Mittwoch bei der Konferenz von Bund und Ländern anstehenden Debatte über die Zulassung der Bundesliga nach der Krise als »Eigentor«. Natürlich seien Geisterspiele theoretisch möglich, aber entscheidend sei, dass sich alle Beteiligte an die Hygienekonzepte halten. Generell sei aber auch klar, dass auch die Bundesliga eine Möglichkeit brauche, in der Krise weiterzugehen, immerhin handele es sich ja auch um Berufe.

Am Mittag hatte Söder bereits Kalous Vorgehen kritisiert: »Da macht die Liga hervorragende Konzepte, und dann gibt es Einzelspieler, wie jetzt zu lesen war, die sich sehr, sehr, sehr unglücklich verhalten. Ich finde auch gut, dass Profivereine sehr hart dagegen entscheiden, weil das bringt das ganze Konzept in Verruf.« Söder war davor nicht direkt auf Kalou angesprochen worden. Er nannte von sich aus das Beispiel, als es um Regelungen und deren Umsetzung bei der langsamen Öffnung gesellschaftlicher Bereiche in der Corona-Krise ging.

Aussagen Söder bei Youtube


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