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Schwerer Verkehrsunfall auf unbeschrankten Bahnübergang

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Ein Rettungswagen fährt auf einer beleuchteten Straße. Foto: Carsten Rehder/Archiv Foto: dpa

Am 05.01.2018, um 19:41 Uhr, kam es in Warngau, Ortsteil Lochham, am Bahnübergang Thann zu einem schweren Verkehrsunfall.


Ein 30-jähriger bosnischer Staatsbürger fuhr mit einem vor wenigen Tagen neu zugelassenen Skoda Octavia von Lochham kommend in Richtung Bahnübergang Thann. Dieser ist unbeschrankt, jedoch werden Verkehrsteilnehmer dort durch rotes Blinklicht auf einen herannahenden Zug aufmerksam gemacht.

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Obwohl bislang alles auf das einwandfreie Funktionieren des Signalgebers hindeutet und der Pkw-Führer an dieser Stelle freie Sicht auf den herannahenden Zug der BOB gehabt haben muss, fuhr der Fahrzeugführer aus bislang ungeklärten Gründen mit langsamer Geschwindigkeit auf den Bahnübergang.

Der Triebfahrzeugführer, welcher den Zug der Bayerischen Oberlandbahn führte und von Holzkirchen in Richtung Lenggries unterwegs war, versuchte noch eine Notbremsung einzuleiten. Der heftige Aufprall auf den kreuzenden Pkw konnte aber damit nicht mehr verhindert werden.

Die Front des Zuges krachte direkt in die Beifahrerseite des Skodas, welcher dadurch in die angrenzende Wiese geschleudert wurde. Durch den Aufprall wurde der gesamte Motorblock des Fahrzeugs herausgerissen und ca. 20 Meter weiter geschleudert.

Der Fahrer des Pkws wurde bei dem Verkehrsunfall im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Er konnte nur durch die Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug geborgen werden. Im Anschluss daran wurde der schwerverletzte Fahrer mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Murnau verbracht. Die Ärzte konnten aber wenig später Entwarnung geben und gehen derzeit nicht von lebensbedrohlichen Verletzungen aus.

Der Fahrer der Bayerischen Oberlandbahn erlitt einen Schock. Glücklicherweise wurde keiner der 108 Fahrgäste verletzt.

Am neuwertigen Pkw entstand Totalschaden, welcher sich auf ca. 30.000 Euro beläuft. Der Zug der Bayerischen Oberlandbahn wurde ebenfalls erheblich beschädigt. Hier beläuft sich der Sachschaden nach ersten Schätzungen auf 80.000 bis 100.000 Euro.

Die Bahnstrecke war längere Zeit gesperrt und konnte erst um 22:19 Uhr wieder freigegeben werden.

Am Einsatzort befanden sich 12 Fahrzeuge der Feuerwehren aus Holzkirchen, Warngau und Miesbach, sowie mehrere Rettungswagen und ein Notarztwagen. Ca. 80 Rettungskräfte waren hierbei im Einsatz.