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Salzburg und Tirol setzen Fahrverbote durch

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Fahrverbote in Tirol
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Ein Polizist steht vor einem Schild, das auf die Sperrung für den Verkehr hinweist. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild Foto: dpa

Innsbruck/Salzburg (dpa/lby) - Das österreichische Bundesland Salzburg will am Wochenende erstmals die angekündigten Fahrverbote gegen Schleichweg-Nutzer entlang der Tauernautobahn (A10) durchsetzen. Von 6.00 bis 20.00 Uhr sollen heute und morgen sämtliche Abfahrten zwischen Puch-Urstein bei Hallein und Sankt Michael im Lungau gesperrt sein. Abfahren dürfen dann nur Anrainer sowie Urlauber, die in der Umgebung ihre Unterkunft gebucht haben. Auch Tirol wird seine Fahrverbote rund um Innsbruck sowie in Kufstein und Reutte wieder durchsetzen und Autofahrer auf die Autobahn schicken, wenn sie auf die Landstraßen ausweichen wollen.


Das Wochenende könnte zum Stresstest für die umstrittenen Maßnahmen werden. Denn sowohl im einwohnerstärksten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen als auch in einigen Teile der Niederlande beginnen die Sommerferien. Viele Menschen werden sich also aller Voraussicht nach auf den Weg in den Urlaub machen - und Österreich ist bei deutschen Touristen besonders beliebt. 2018 registrierte die Statistik Austria rund 56,29 Millionen Übernachtungen von deutschen Gästen in Österreich - das ist etwas mehr als die Hälfte aller Übernachtungen von Touristen, die nicht aus Österreich selbst kommen.

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Die Fahrverbote in Salzburg sollen an den kommenden sechs Wochenenden durchgesetzt werden, die Fahrverbote in Tirol sogar bis Mitte September. Allzu große Probleme gab es mit den Sperrungen in Tirol an den vergangenen Wochenenden nicht. Politisch hat die Maßnahme aber einen Verkehrsstreit zwischen Deutschland und Österreich ausgelöst.

Zahlen der Statistik Austria