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Referentin: »Keine Sonderbehandlung« für Bayern München

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Berlin (dpa) - Für die Münchner Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek ist Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in Sachen Maskenpflicht kein Vorbild. »Ich würde vorschlagen, dass man noch mal mit ihm von Seiten des Hygiene-Verantwortlichen spricht. Es ist jedenfalls kein gutes Beispiel«, sagte Zurek dem Deutschlandfunk. Rummenigge gefährde zwar nicht direkt andere, wenn er seine Maske unter der Nase trage, sagte Zurek. Korrekt sei es aber nicht.


Dass der deutsche Fußball-Rekordmeister, bei dem in Thomas Müller, Benjamin Pavard, Leon Goretzka und Javi Martínez zuletzt in kurzer Zeit vier Spieler positiv auf Corona getestet wurden, nicht wie andere Teams wie die Handballer des THW Kiel oder die Basketballer aus Braunschweig geschlossen in Quarantäne mussten, sei »keine Sonderbehandlung für den FC Bayern«. »Wir sind da wirklich sehr strikt. Bei uns gibt es keinerlei Ausnahmen, egal ob jemand in einer Profiliga spielt oder ob es sich um einen Kontakt handelt, der in einem normalen Büro oder in der Familie stattfindet«, erklärte Zurek.

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Wenn ein Profi positiv auf das Virus getestet werde, würde wie in allen anderen Fällen analysiert, ob die Vorgaben des Robert Koch-Institutes erfüllt wurden. Dann entscheide sich, ob nur einer oder das ganze Team in die Isolation muss. »Wären die Voraussetzungen gegeben, müsste bei uns jeder, egal ob berühmt oder unberühmt, in die Quarantäne«, sagte Zurek. Bezogen auf eine Team-Quarantäne sei das aber zuletzt bei den Bayern »offensichtlich nicht« der Fall gewesen.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-530354/2

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