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Quarantäne und ungewisse Zukunft beim FCN

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Fabian Nürnberger
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Nürnbergs Fabian Nürnberger steht vor leeren Zuschauerrängen auf dem Platz. Foto: Nicolas Armer/dpa Foto: dpa

Der 1. FC Nürnberg ist im Ausnahmezustand. Nach der Infektion eines Profis sind die Franken isoliert worden, der Verein bemüht sich um bestmögliche individuelle Versorgung. Wie es weitergeht, ist offen.


Nürnberg (dpa/lby) - Der 1. FC Nürnberg steht nach dem Coronavirus-Befund bei einem seiner Fußballer vor einer ungewissen Zukunft. »Schauen wir mal, was nächste Woche passiert«, sagte Sportvorstand Robert Palikuca am Sonntag, zwei Tage nachdem die Zweitligamannschaft wegen der nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektion von Abwehrspieler Fabian Nürnberger unter häusliche Isolation gestellt worden war. Zwei Wochen muss das Team von Chefcoach Jens Keller in Quarantäne bleiben - wie es danach weitergeht, ist in Franken aktuell nicht abzusehen.

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So weit wollen die »Club«-Verantwortlichen derzeit nicht denken - zu fragil ist die Lage. Außerdem ist zunächst die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga am Montag abzuwarten. Dass der Spielbetrieb vorerst eingestellt ist, befürwortet Palikuca. »Es war, ist und wird eine richtige Entscheidung sein. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Zeit ausreicht. Das müssen wir abwarten, wie sich die Sache in der Bevölkerung in Deutschland, Europa und weltweit entwickelt«, sagte der 41-Jährige auf der Vereinshomepage.

Kurzfristig stehen beim »Club« Maßnahmen im Vordergrund, um den Spielern Trainingsmöglichkeiten zu Hause zu schaffen. Der Verein will Geräte wie Laufbänder, Ergometer oder Hanteln besorgen und diese den Fußballern bringen. Dazu werden Trainingspläne erarbeitet. »Wir haben eine Versorgung eingerichtet, dass die Jungs genügend Lebensmittel bekommen«, berichtete Palikuca darüber hinaus. Man kenne zwar individuelle Trainingsphasen in den Sommer- und Winterpausen, aktuell aber befinde man sich in einer »Ausnahmesituation«, stellte er klar.

Fabian Nürnberger gehe es den Umständen entsprechend gut, erzählte Palikuca nach einem Telefonat mit dem 20-Jährigen. »Am Anfang war er ein bisschen überrascht und vor den Kopf gestoßen, aber er hat das ganz ordentlich aufgenommen«, sagte er. »Er hat jetzt keine Symptome, die auf irgendetwas schließen lassen. Natürlich macht er sich Sorgen und Gedanken, er hat auch Familienkontakt gehabt. Die Menschen, mit denen er Kontakt hatte, hat er informiert. Die haben sich jetzt auch testen lassen. Im Grunde genommen geht es ihm gut.«

Die Infektion war erkannt worden, als sich die Nürnberger am Mittwochabend testen ließen, weil zuvor bei zwei Spielern ihres jüngsten Gegners Hannover 96 das Coronavirus nachgewiesen wurde. Außer bei Nürnberger fielen alle anderen Tests negativ aus.

Welche Folgen der Spielausfall für den Traditionsverein hat, das ist noch nicht abzuschätzen. »Es wird definitiv Auswirkungen haben, egal welche Szenarien man durchgeht«, sagte Palikuca und räumte ein: »Wir sind auch am Rechnen.« Ein Ergebnis dieser Kalkulation gibt es nicht und hängt von vielen Faktoren ab, etwa ob, wie und wann die Saison fortgesetzt wird. »Wir können es jetzt noch nicht absehen.«

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