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Prüfungen für vier mögliche Windräder im Hofoldinger Forst

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Windpark
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Zum Sonnenaufgang leuchtet der Morgenhimmel farbenprächtig hinter einem Windenergiepark. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa Foto: dpa

Miesbach (dpa/lby) - Für den möglichen Bau von Windrädern im Hofoldinger Forst sind östlich der Autobahn A8 Windmessungen angelaufen. Im Frühjahr sollen zudem naturschutzfachliche Untersuchungen beginnen. Nachdem Ende vergangenen Jahres eine Vereinbarung zwischen der Arbeitsgemeinschaft Windenergie Hofoldinger Forst und den Bayerischen Staatsforsten geschlossen worden war, soll nun geprüft werden, ob ein Windenergieprojekt im Hofoldinger Forst wirtschaftlich machbar und ökologisch vertretbar ist, teilte das Landratsamt Miesbach am Montag mit. Insgesamt könnten in dem Waldgebiet südlich von München vier Windräder entstehen.


In einer Höhe von 637 Metern wird nun mit Hilfe einer dem Radar verwandten Technik der Wind gemessen. Darüber hinaus soll erhoben werden, ob in dem Gebiet Uhus, Eulen, Haselmäuse und andere Tiere beheimatet sind.

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Um die niedrige Zahl neu gebauter Windräder in Bayern aufzubessern, will die Staatsregierung Windräder in den Staatsforsten bauen lassen. Bayern hatte als erstes Bundesland nach Bürgerprotesten Beschränkungen für die Windkraft eingeführt. Der frühere Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte 2014 die Hürden erhöht. Der Abstand eines Windrads zur nächsten Siedlung muss nun das Zehnfache der Bauhöhe betragen.

Um von dieser so genannten 10H-Regel abweichen zu können, muss ein Gemeinderat einen ausdrücklichen Beschluss fassen. Bei den Anlagen im Hofoldinger Forst würde aber laut Landratsamt die Entfernung der voraussichtlich 270 Meter hohen Windräder zu den nächsten Häusern etwa das 17-fache der Höhe betragen.

Windernergie Hofoldinger Forst