weather-image
16°

Prozess um Erpressung und Menschenraub: Haft auf Bewährung

1.0
1.0
Urteil nach Gerangel in Bischofswiesen: Drei Schüsse in den Rücken?
Bildtext einblenden
Das Amtsgericht Laufen sprach jetzt einen 27-jährigen Hartz-IV-Empfänger frei, da der genaue Tathergang nicht mehr geklärt werden konnte. (Foto: Arne Dedert/dpa)

München/Kirchseeon (dpa/lby) - Im Prozess um die Entführung dreier Menschen ist der Angeklagte vom Landgericht München II zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Der 32-Jährige war angeklagt, im Juli 2014 mit Komplizen drei Menschen in einem Haus überfallen, verletzt und erpresst zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm unter anderem erpresserischen Menschenraub vorgeworfen - verurteilt wurde er letztlich nur wegen gefährlicher Körperverletzung.


Der Angeklagte soll zusammen mit zwei weiteren Männern einem Mann vor seinem Haus in Kirchseeon (Landkreis Ebersberg) aufgelauert und diesen schwer am Kopf verletzt haben. Anschließend hätten die mutmaßlichen Täter ihr Opfer, dessen Lebensgefährtin und deren Bruder und anderem mit einem Messer bedroht. Damit erzwang der 32-Jährige laut Anklage, dass der Mann ihm einen Schuldschein über 12 000 Euro ausstellt und einen Verkaufsvertrag für sein Auto unterschreibt.

Anzeige

Im Laufe der Tat drohte der 32-Jährige demnach auch, die Lebensgefährtin zu entführen und zur Prostitution zu zwingen. Zudem wolle er das Haus anzünden. Seine zwei mutmaßlichen Komplizen waren wegen ihrer Beteiligung bereits zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Urteil sollte ursprünglich an diesem Freitag fallen, wurde aber schon am Montag gesprochen.


Mehr aus Bayern und der Region