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Prozess in München: Mann streitet Mord an Ehefrau ab

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Richterhammer
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Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa) - In einem Prozess um den mutmaßlichen Mord an seiner Ehefrau hat der Angeklagte die Vorwürfe am Donnerstag vor dem Landgericht München I bestritten. »Er hat seine Frau nicht getötet«, sagte sein Anwalt Adam Ahmed zum Prozessauftakt. »Der Tatvorwurf wird vollumfänglich abgestritten.« Die Anklage »konstruiert ein Kapitalverbrechen«, sagte Ahmed. Es liege aber »gerade keine Fremdtötung vor«.


Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 61 Jahre alten Bosnier vor, seine Ehefrau 2015 nach 17 gemeinsamen Jahren mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Er gibt dagegen an, seine Frau habe sich selbst umgebracht. Nach verschiedenen Gutachten zu Schmauchspuren und dem Schusswinkel entschied sich die Staatsanwaltschaft, wegen großer Zweifel an der Suizid-These Anklage gegen den Ehemann zu erheben.

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Er wurde erst 2019, Jahre nach der mutmaßlichen Tat an der Mutter seiner fünf Kinder im Jahr 2015, festgenommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte seine Frau »von Eifersucht getrieben« umbrachte, weil sie sich kurz zuvor von ihm getrennt hatte und Beziehungen zu anderen Männern eingegangen war. Er sei schon vorher in der Ehe »kontrollbesessen« gewesen und habe sie »ganz für sich alleine haben« wollen, sagte die Staatsanwältin. »Er kontrollierte jeden ihrer Schritte.«

© dpa-infocom, dpa:210211-99-400577/2

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