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Prozess gegen Afrikanerin um Sozialbetrug von 145 000 Euro

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Angeklagte
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Die aus Äthiopien stammende Frau vor Prozessbeginn im Augsburger Strafjustizzentrum. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild Foto: dpa

Augsburg (dpa/lby) - Wegen Sozialbetrugs mit einem Schaden von rund 145 000 Euro muss sich heute eine Frau aus Äthiopien vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Die heute 33 Jahre alte Frau soll sich als unbegleiteter jugendlicher Flüchtling ausgegeben haben und so mehr als zwei Jahre lang Leistungen erhalten haben, die nur minderjährigen Flüchtlingen zustehen.


Bereits im Mai 2018 stand die Frau deswegen vor Gericht. Sie war damals im siebten Monat schwanger und brach vor dem Gerichtssaal kurz weinend zusammen. Richter Dominik Wagner setzte deswegen das Verfahren zunächst aus.

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Laut Anklage war die Frau im Jahr 2012 mit einem Visum nach Deutschland eingereist. Dann soll sie sich elf Jahre jünger gemacht haben und sich mit falschen Personalien als unbegleitete Jugendliche auf der Flucht ausgegeben haben. Sie wurde daher in einer Jugendwohngruppe untergebracht. Tatsächlich hätte die Frau laut Staatsanwaltschaft in dieser Zeit nur Anspruch auf wesentlich geringere Sozialleistungen für Erwachsene gehabt.