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Pfeilschüssen auf zwei Passanten: Mann muss in Psychiatrie

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Landgericht Augsburg
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Außenaufnahme des Strafjustizzentrums in Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild Foto: dpa

Augsburg (dpa/lby) - Nach Pfeilschüssen auf zwei Männer ist ein 35 Jahre alter Mann vom Landgericht Augsburg auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Das Gericht stellte am Donnerstag fest, dass die Tat an sich als versuchter Totschlag in zwei Fällen zu werten sei, der Angeklagte aber wegen einer Wahnstörung nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne.


Da ähnlich schwere Taten künftig nicht auszuschließen seien, müsse der Mann aber noch weiter in einem Bezirksklinikum behandelt werden, sagte die Vorsitzende Richterin. Der 35-Jährige nahm das Urteil an, das somit sofort rechtskräftig wurde.

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Der Mann hatte Ende August 2019 in Nordendorf (Landkreis Augsburg) auf die beiden 39 und 47 Jahre alten Opfer geschossen, die vor dem Haus des Angeklagten auf der Straße unterwegs waren. Beide Männer wurden schwer verletzt und mussten notoperiert werden. Einer von ihnen wurde von einem Pfeil im Unterkiefer getroffen und wird voraussichtlich lebenslange Folgeschäden haben. Der Pfeilschütze glaubte in seinem Wahn, dass das eine Zufallsopfer, ein Handwerker, zu einem Rockerclub gehöre. Der Schütze glaubte, von den Rockern verfolgt zu werden.

Polizeibericht zu den Pfeilschüssen


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