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Perspektiven für Mitarbeiter nach Michelin-Werkschließung

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Michelin-Logo an einem Zaun
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Vor dem Michelin-Werk in Hallstadt ist ein Banner mit dem Firmenlogo an einem Zaun zu sehen. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild Foto: dpa

Hallstadt (dpa/lby) - Nach der angekündigten Werksschließung des Reifenherstellers Michelin in Hallstadt (Landkreis Bamberg) zeichnen sich erste Perspektiven für die Mitarbeiter ab. »Es gibt schon etliche Jobangebote«, sagte Frank Förtsch, Sprecher des Landratsamts Bamberg, am Donnerstag. Mehr als ein halbes Dutzend Unternehmen hätten sich bislang bei Michelin gemeldet.


Schon jetzt werde mit der Qualifizierung der Mitarbeiter begonnen. »Es wird überprüft: Welche Mitarbeiter bringen welche Qualifikationen mit? Wie passt ihr Profil zu anderen Unternehmen in der Region?«, sagte Förtsch. Für die 36 Auszubildenden im Michelin-Werk sei so schon eine Lösung gefunden worden.

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Ein Task Force will für die knapp 860 Betroffenen eine neue Beschäftigung finden. Neben Politikern, der Agentur für Arbeit, Geschäftsführung und Betriebsrat von Michelin soll künftig auch Bosch an den Sitzungen teilnehmen, so der Sprecher des Landratsamts. Das nächste Treffen sei für Mitte November geplant.

Ein Sozialplan wird nach Angaben des Landratsamts erst zu Beginn des kommenden Jahres erwartet. Michelin kündigte an, das Werk bei Bamberg schrittweise bis Ende Januar 2021 zu schließen. Grund sei die sinkende Nachfrage nach 16-Zoll-Reifen, die dort hauptsächlich produziert werden.