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Oral führt Ingolstadt Richtung Relegation

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Tomas Oral
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Tomas Oral steht vor Spielbeginn am Spielfeldrand. Foto: Matthias Balk/Archivbild Foto: dpa

Fünf Spiele, 13 Punkte: Trainer Tomas Oral hat den FC Ingolstadt in scheinbar aussichtsloser Lage reanimiert. Nach dem furiosen 3:0 beim Hamburger SV ist die Rettung über zwei Zusatzspiele in Reichweite.


Hamburg (dpa/lby) - Kann Tomas Oral zaubern? Nach dem grandiosen Auswärtserfolg beim taumelnden Aufstiegskandidaten Hamburger SV winkt dem FC Ingolstadt in einer wahren Chaos-Saison mit dem insgesamt fünften Trainer doch noch ein Happy End im Abstiegskampf. Nach dem 3:0 (1:0) zogen die beherzt verteidigenden und furios konternden Schanzer am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga am Konkurrenten 1. FC Magdeburg vorbei und rückten auf den Relegationsplatz 16 vor.

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»Wir sind glücklich und stolz auf den Sieg«, sagte Oral. Mit dem 46-Jährigen hat das vor Wochen praktisch abgeschriebene FCI-Team in fünf Spielen 13 von 15 möglichen Punkten eingefahren. Auch für Oral kommen Ausbeute und Entwicklung einem kleinen Fußballwunder gleich.

»Als ich gekommen bin, haben wir ganz klar gesagt, dass wir eigentlich keine Chance haben«, sagte der Trainer: »Dass wir so eine Serie spielen, ist nicht üblich. Da gehört auch Glück dazu.« Aber eben auch Können, wie vor 50 768 verblüfften Zuschauern in Hamburg.

Der unter Oral aufgeblühte Mittelstürmer Dario Lezcano, Thomas Pledl und Marcel Gaus schockten den HSV mit ihren Toren. »Als Mannschaft haben wir richtig gut verteidigt. Jeder will bedingungslos, dass die Null steht. Wir werfen uns einfach in jeden Schuss, um das Tor zu verhindern«, erklärte Mittelfeldspieler Konstantin Kerschbaumer: »Zudem sind wir im Abschluss momentan eiskalt.« Es passt plötzlich.

Selbst den Ausfall des gesperrten Leistungsträgers Sonny Kittel steckten die Gäste weg. Pledl ersetzte ihn und erzielte nach einem Konterlauf über mehr als das halbe Spielfeld in der zweiten Hälfte das vorentscheidende zweite Tor. »Das war ein brutal hartes Spiel«, sagte der Angreifer. Pledl versprach noch in Hamburg: »Jetzt sind es noch zwei Spiele, in denen wir alles reinhauen müssen und werden.«

Mit zwei Punkten Vorsprung auf Magdeburg gehen die Schanzer in die letzten zwei Partien gegen Darmstadt 96 und in Heidenheim. In den zwei Relegationsspielen wäre nach derzeitigem Stand der SV Wehen Wiesbaden als Dritter der 3. Liga der Gegner.

So weit mag Oral noch nicht denken. »Wir dürfen nicht euphorisch werden. Wir haben noch einen richtig brutalen Weg vor uns«, mahnte der Coach. »Wir sind unheimlich gut beraten, wenn wir die Antennen spitzen. Es wäre fatal, jetzt euphorische Dinge an den Tag zu legen. Fußball in der 2. Liga ist knallhart.«

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