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Neue App für Pollen-Allergiker

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Große Pollenmengen werden an einem Ast einer Fichte freigesetzt
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Große Pollenmengen werden an einem Ast einer Fichte freigesetzt. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - In Bayern können sich Pollen-Allergiker ab sofort mit einer neuen App über die aktuelle Pollenflug-Lage informieren. Damit könnten Betroffene jetzt auch unterwegs die Einnahme von Medikamenten leichter steuern, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag.


Das bayerische Polleninformationsnetzwerk ePIN war vor einem Jahr gestartet. »Seit dem 22. Mai 2019 misst ePIN mit Hilfe von acht elektronischen Pollenmonitoren die Pollenbelastung in Bayern standort- und pollenspezifisch«, erklärte Huml. Aktuelle Daten zum Pollenflug können Betroffene über die Webseiten www.epin.bayern.de und www.pollenflug.bayern.de abrufen. Die Daten werden alle drei Stunden aktualisiert. Aktuell fliegen in Bayern vor allem die Gräserpollen, darüber hinaus gibt es noch einen mäßigen Birken- sowie Eschenpollenflug.

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ePIN zeigt Daten zum aktuellen und vergangenen Pollenflug der wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia an. Die erste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen im Rahmen von ePIN war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist für den Betrieb von ePIN zuständig.

»In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene an einer allergisch bedingten Entzündung der Nasenschleimhaut«, sagte Huml, die selbst approbierte Ärztin ist. »Wenn akute Beschwerden auftreten, sollten Allergiker möglichst rasch Antihistaminika einnehmen, die die Symptome einer Allergie lindern. Diese Medikamente wirken in der Regel schon nach zehn Minuten. Allergiker sollten sie für den Notfall dabeihaben.«

Wie das Ministerium weiter mitteilte, leiden in Bayern nach LGL-Schätzungen mehr als zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Knapp eine halbe Million Erwachsene und etwa 85 000 Kinder und Jugendliche seien von Asthma bronchiale betroffen.


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