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Nach Brandanschlag sucht Kripo weitere Zeugen

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Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration Foto: dpa

Waldkraiburg (dpa/lby) - Nach dem möglicherweise extremistischen Brandanschlag auf ein türkisches Lebensmittelgeschäft im oberbayerischen Waldkraiburg sucht die Kripo weiterhin Zeugen. Die Ermittler riefen am Dienstag alle Bürger, die in der Tatnacht in der Nähe des Waldkraiburger Stadtplatzes unterwegs gewesen waren, dazu auf, sich bei der Sonderkommission zu melden. Zudem wurde eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.


Der Laden war in der Nacht zum 27. April in Flammen aufgegangen, die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Alle Menschen, die vom Vorabend um 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr früh in der Gegend unterwegs waren, »könnten wertvolle Zeugen sein« und sollten sich deswegen melden, teilte die Polizei mit. »Alle Wahrnehmungen - auch wenn sie für den Einzelnen noch so unbedeutend erscheinen möchten - können für die Soko von großer Bedeutung sein.« Besonders junge Erwachsene und Jugendliche wurden aufgefordert, sich zu melden.

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Nachdem ein extremistischer Tathintergrund nicht ausgeschlossen wird, hat die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Münchner Generalstaatsanwaltschaft die Untersuchung des Falls übernommen. Am Wochenende waren rund 60 Geschäftsleute türkischer Abstammung in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn) befragt worden.

Bei dem Brand wurden sechs Menschen verletzt. Die Flammen zerstörten nicht nur den Lebensmittelladen, in den Geschäften der Nachbarschaft gab es durch den Rauch ebenfalls Schäden. Die Schadenssumme geht in den Millionenbereich.

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