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Museen und Digitalisierung: Tagung in München

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München (dpa/lby) Die Digitalisierung stellt auch Deutschlands Museen vor Herausforderungen: Gratis-Wlan, Virtual-Reality und Instagram sind längst auch in Kunsthallen und Galerien angekommen. Mit dem digitalen Wandel beschäftigen sich seit Donnerstag etwa 300 Teilnehmer bei der Jahrestagung des Internationalen Museumsrats (ICOM)in München. Sie findet unter dem Namen »Chancen und Nebenwirkungen - Museum 4.0« statt.


»Manche Museen sind noch Neanderthaler-mäßig unterwegs«, sagte die Präsidentin von ICOM in Deutschland, Beate Reifenscheid. Es gebe zwar viele Möglichkeiten, aber oft hinkten die Museen der Realität noch hinterher. »Der Erwartungsdruck der Besucher ist enorm gestiegen - auf Grund der geänderten Lebensverhältnisse«, sagte sie. Die Digitalisierung gehöre zum Alltag der Menschen. Bayerns Museen seien dabei im Deutschen Vergleich Vorreiter.

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Die Digitalisierung betrifft die Einrichtungen sowohl in der internen Organisation, als auch im Kontakt mit Besuchern und der Öffentlichkeit - das machte die Präsidentin deutlich. Eine dreitägige Tagung werde die Probleme nicht lösen, denn dafür seien vor allem politischer Wille und Fördermittel nötig, erklärte Reifenscheid.

Unter den Referenten der Tagung ist Monika Hagedorn-Saupe, die das Verbundprojekt »museum4punkt0« leitet und eine übergreifende Digital-Strategie für Museen entwickeln will. Im Fokus: Die »Visitor Journey«, ein Begriff aus dem Englischen, der beschreiben soll, was der Besucher vor, während und nach dem Besuch um Museum erlebt.

Webseite ICOM Deutschland

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