Münchner Schauspielstudenten fordern Präsenzunterricht

München (dpa/lby) - Studierende der Otto-Falckenberg-Schule für Schauspiel und Regie in München fordern die Rückkehr in den Präsenzunterricht. Andere Schauspielschulen wie die staatliche Theaterakademie August Everding könnten sich auf Ausnahmeregelungen für Hochschulen berufen. Die renommierte Otto-Falckenberg-Schule könne dies dagegen nicht, weil sie eine städtische Fachakademie sei, schreiben die Studenten in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Minister und Vertreter der Stadt München.


Die Studierenden erklärten, einige würden sich am Mittwoch dem Betretungsverbot widersetzen und die Unterrichtsräume während der regulären Unterrichtszeiten betreten. Nur drei Wochen konnten die Schauspiel- und Regiestudenten in den vergangenen vier Monaten in Präsenz arbeiten. Online-Unterricht sei keine Alternative. Schauspielkunst bestehe wesentlich im Erlernen von Techniken im Umgang mit Körpern, dem Raum und anderen Menschen, heißt es in dem Brief.

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Zudem habe das Verbot von Präsenzunterricht dramatische psychische und soziale Folgen. »Die überwiegende Mehrheit der Studierenden ist für die Ausbildung nach München gezogen, lebt auf kleinstem Raum und verfügt über keine sozialen Kontakte außerhalb der Schule, da die Ausbildung sehr zeitintensiv ist.«

Unterstützt werden die Studentinnen und Studenten auch von Barbara Mundel, der Intendantin der Münchner Kammerspiele, in die die Schule eingebettet ist.

© dpa-infocom, dpa:210428-99-389983/2

Otto-Falckenberg-Schule


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