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Münchner OB fordert Corona-Selbsttests für Schüler zu Hause

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Coronavirus - Corona-Selbsttests
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Verpackungen mit der Aufschrift «SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test Nasal» liegen in einem Karton. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Schülerinnen und Schüler sollen Selbsttests auf das Coronavirus nach Ansicht von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zu Hause durchführen. Dies sei schon aus infektiologischen Gründen vorzuziehen, da positiv getestete Kinder und Jugendliche gar nicht erst in die Schule fahren würden, schreibt Reiter in einem Brief an Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Zudem könne man so verhindern, dass Kinder mit positivem Testergebnis von Mitschülern stigmatisiert würden.


Gerade für Grundschulkinder kann ein positiver Test nach Einschätzung Reiters eine große psychische Belastung sein. Diese könne besser im Kreis der Familie aufgefangen werden, sagte der SPD-Politiker. Auch auf die Lehrer sieht er eine große Belastung zukommen, wenn sie Selbsttests von Schülern beaufsichtigen sollen. Der Herausforderung seien womöglich nicht alle gewachsen, vor allem bei einem positiven Testergebnis. In diesem Fall müsse man mit heftigen emotionalen Ausbrüchen rechnen, »angefangen von Furcht, Scham bis hin zu sozialer Ausgrenzung«, sowohl bei den Lehrkräften, als auch bei den Schülerinnen und Schülern.

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Um die geplanten Selbsttests wird heftig debattiert. Vor allem der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband hatte heftig die Anordnung kritisiert, wonach Lehrkräfte diese Tests beaufsichtigen sollen.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-14554/2

Reiter zu Selbst-Tests von Schülern


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