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Mitarbeiter bestreitet inszenierten Raubüberfall

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Justitia
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance/David Ebener/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Im Prozess um einen mutmaßlich fingierten Raubüberfall auf eine Münchner Globetrotter-Filiale hat der angeklagte Sicherheitsmitarbeiter des Ladens bestritten, die Tat mitgeplant und vorgetäuscht zu haben. Seine zwei mutmaßlichen Komplizen verweigerten am Dienstag vor dem Landgericht München I zum Prozessauftakt die Aussage.


Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, Anfang Februar 2019 den Überfall inszeniert zu haben. Demnach soll ein 30 Jahre alter Mann nach Ladenschluss in die Büroräume eingedrungen ein. Dort habe er mit dem diensthabenden und in die Tat eingeweihten 49-jährigen Sicherheitsmann ein Schauspiel aufgeführt: Mit gezogener Waffe wurde der Sicherheitsmann scheinbar gezwungen, den Tresorraum zu öffnen. Der 30-Jährige stahl 30 000 Euro aus dem Tresor - die Kombination hatte ihm der 49-Jährige laut Anklage vorab verraten. Der dritte Angeklagte - ein 48 Jahre alter Mann - habe das Fluchtauto gefahren.

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Vor Gericht verteidigte sich der 49-Jährige mehr als eine Stunde lang detailreich - der Überfall auf ihn sei definitiv echt gewesen. Zweifel daran äußerte ein Polizeimitarbeiter in der Beweisaufnahme, als er beschrieb, wie die Beamten dem Trio auf die Spur kamen. Mit Videoaufzeichnungen ermittelten sie zunächst das mutmaßliche Fluchtauto und den Fahrer. Dessen Überwachung führte zu dem 30-Jährigen mutmaßlichen Räuber. Bei der Festnahme der beiden in einer Hotellobby half dann der Zufall: Ein Barkeeper wollte die beiden mehrfach mit einem Mann mit auffälligen Bart zusammen gesehen haben. Die Beschreibung passte genau auf den Sicherheitsmitarbeiter. Die drei Männer sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind neun Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 3. April gesprochen werden.


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