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Misshandelt und Leiche in Koffer gepackt: Paar vor Gericht

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Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch
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Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild Foto: dpa

Die Staatsanwalt sieht Zeichen schwerster Misshandlung: Ein 35-jähriger soll seinen Widersacher übelst traktiert haben, unter anderem mit einem Regenschirm. Jetzt muss er sich gemeinsam mit einer Frau vor Gericht verantworten.


Nürnberg (dpa/lby) - Im Prozess um ein spektakuläres Tötungsdelikt steht von Montag an in Nürnberg ein 35 Jahre alter Mann vor Gericht. Er soll einen Widersacher nach einem Streit geschlagen, ihn gefesselt und ihm schließlich einen Regenschirm in den After gestoßen haben - worauf das Opfer an inneren Verletzungen starb. Die Obduktion der Leiche hatte »Zeichen schwerster körperlicher Misshandlung« ergeben.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor. Eine 33-Jahre Mitangeklagte soll dasselbe Opfer schon mehr als ein Jahr zuvor mit einem Messer traktiert haben. Die Taten spielen in der Nürnberger Trinkerszene. Das Trio hatte eine Dreiecksbeziehung.

Die beiden Angeklagten sollen die Leiche nach der Tat im Februar 2019 in der Wohnung der Frau abgeduscht und in einen Reisekoffer verpackt haben. Diesen fuhren sie dann der Anklage zufolge mit einem geliehenen Auto in die Nachbarstadt Roth und warfen ihn eine Böschung hinunter. Dort wurde die Leiche wenig später von einer Spaziergängerin entdeckt.

Der Frau wird unter anderem Körperverletzung mit Todesfolge und für die Tat mit dem Messer versuchter Totschlag vorgeworfen. Für den Prozess hat das Landgericht Nürnberg-Fürth 13 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird erst am 31. März erwartet. Die Angeklagten sitzen seit ihrer Festnahme im Februar 2019 in Untersuchungshaft.