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Mintal über Geisterspiele: »Du schaust und es ist keiner da«

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Marek Mintal
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Der Ex-Nürnberger Stürmer Marek Mintal, hier als Interimstrainer, am Spielfeldrand. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild Foto: dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Die geplanten Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga werden nach Einschätzung des ehemaligen Torschützenkönigs Marek Mintal (42) große Herausforderungen für die Profis. »Das ist echt auch ganz komisch«, erinnerte sich Mintal in »Blickpunkt Sport« im Bayerischen Fernsehen (Sonntag) an den Anblick leerer Tribünen. Er stand Ende Januar 2004 für den 1. FC Nürnberg bei Alemannia Aachen auf dem Platz, als der deutsche Profifußball bei der Zweitligapartie die Premiere eines Spiels ohne Zuschauer erlebte. »Du schaust und es ist keiner da«, erzählte der Slowake.


Das 1:0 der Alemannia im ersten Spiel gegen die Nürnberger war nach Zuschauer-Ausschreitungen und einem Wurfgeschoss-Treffer an den Kopf von »Club«-Trainer Wolfgang Wolf vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) annulliert und unter Ausschluss von Zuschauern neu angesetzt worden. Aachen gewann dann das Wiederholungsspiel vor leeren Rängen mit 3:2. Mintal hatte damals in der siebten Minute das erste Tor der Partie erzielt. »Du jubelst echt ganz kurz und das war's dann für dich«, erzählte der heutige U21-Coach der Franken.

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Seine Mitspieler mussten damals »echt aufpassen«, was sie auf dem Rasen sagten. »Ich habe einfach slowakisch gesprochen, weil slowakisch hat kein Mensch verstanden. Das heißt: Ich habe einen Riesenvorteil gehabt«, erinnerte sich der Stürmer schmunzelnd. Die Bundesliga will trotz Corona-Krise an diesem Wochenende mit Partien ohne Zuschauer in die Restsaison starten.

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