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Metall-Arbeitgeber begrüßen Pilotabschluss in NRW

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Bertram Brossardt
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Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V. (vbm). Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Tarifparteien der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben den Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen begrüßt. IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn sagte am Dienstag, die Gewerkschaft habe »ihre Ziele Einkommen stabilisieren, Beschäftigung sichern und Zukunftsperspektiven schaffen erreicht«. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands vbm, Bertram Brossardt, sagte, der Pilotabschluss werde »den extrem schwierigen Zeiten durch Rezession, Strukturwandel und Corona-Pandemie gerecht«.


Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und der IG-Metall-Vorstand haben die Übernahme des Ergebnisses in den übrigen Tarifgebieten empfohlen. Die Verhandlung für Bayern findet in der Woche nach den Osterferien statt.

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Die Tarifparteien haben für die Beschäftigten an Rhein und Ruhr eine einmalige Corona-Prämie von 500 Euro sowie jährlich wiederkehrende Sonderzahlungen vereinbart. Die erste Sonderzahlung wird im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts ausgezahlt. Im Februar 2023 steigt sie auf 27,6 Prozent und wird dann jährlich gezahlt. Der Tarifvertrag läuft bis September 2022.

Ob die Sonderzahlungen ausbezahlt oder für eine kollektive Senkung der Arbeitszeit eingesetzt werden, entscheiden die Betriebsparteien vor Ort. In Betrieben, die bestimmte Gewinnmargen nicht erreichen, entfallen bestimmte Leistungen automatisch.

In Bayern arbeiten rund 840 000 Beschäftigte in der Branche. An Warnstreiks im Freistaat hatten 234 000 Beschäftigte teilgenommen - die höchste Warnstreik-Beteiligung im Bundesgebiet.

© dpa-infocom, dpa:210330-99-25577/3


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