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Mehr als 1500 Menschen demonstrieren gegen Pegida

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Ohel-Jakob-Synagoge München
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Passanten gehen an der Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob vorüber. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Rund 1500 Menschen haben sich laut Polizei am Freitag vor einer Synagoge in München in Solidarität mit ihren jüdischen Mitbürgern und aus Protest gegen eine zuvor geplante Pegida-Demo versammelt. Unter dem Motto »Gegen Antisemitismus - Wir stehen solidarisch zusammen« hatte das Bündnis »München ist bunt« zu der Demo aufgerufen. Die Organisatoren sprachen von weit mehr als 2000 Teilnehmern.


An der Versammlung nahmen auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, und der Antisemitismusbeauftragte der Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), sowie mehrere prominente Vertreter der Kirchen Bayerns teil.

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Knobloch sagte, mit ihrer Anwesenheit machten die Menschen ganz klar, dass Judenhass in München keinen Platz habe und niemals einen Platz haben dürfe. Sie zeigte Unverständnis darüber, dass die Stadt die Demo nicht verboten habe. Zudem sagte Knobloch, habe Pegida erneut eine Demo auf dem Platz vor der Synagoge angekündigt.

Sollte es dazu kommen, würden sie erneut ein klares Zeichen des Protests setzen, bekräftigte eine Sprecherin des Bündnisses »München ist bunt« und zeigte sich erfreut über die große Teilnahme an der Gegendemo: »Das hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen.«

Auslöser für den Protest war eine zuvor geplante Kundgebung der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung, die sich gegen die Beschneidung von Kindern und Säuglingen richten und direkt vor der Ohel-Jakob-Synagoge in München stattfinden sollte. Die Stadt verbot die Demo vor der Synagoge und verlegte den Kundgebungsort rund 200 Meter an eine Straßenkreuzung in Rufweite. In der Nacht zu Freitag hatte Pegida München die Demo gegenüber dem Kreisverwaltungsamt abgesagt.

Protest von "München ist bunt"