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Marianne Sägebrecht kritisiert Sex-Tipps in den Medien

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Marianne Sägebrecht
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Die Schauspielerin Marianne Sägebrecht beantwortet Fragen von Journalisten. Foto: Swen Pförtner/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Schauspielerin Marianne Sägebrecht hat die Darstellung von Sex in den Medien kritisiert. »Tipps, wie man seinem Partner lustvoll Schmerzen bereiten kann, finde ich nicht in Ordnung«, sagte die 73-Jährige der Münchner »Abendzeitung« (Dienstag). Sie wisse, welche Problematik dahinter stecke, »wenn sich in frühester Kindheit seelisch schwer verletzte Menschen in späteren Jahren im Wiederholungszwang Schmerzen zufügen lassen müssen«. Die Medien würden ihrer Meinung nach dazu beitragen, dass viele Menschen sich nur über die Begehrlichkeiten anderer definierten.


Sägebrecht selbst hat sich vor 45 Jahren von ihrem Ehemann scheiden lassen. Seither sei ihr niemand mehr begegnet, bei dem die körperliche und seelische Anziehung übereingestimmt hätten, sagte sie. »Ich lebe jedoch nicht im Zölibat, wie es mir gerne unterstellt wird.«

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Die Schauspielerin und Kabarettistin steht derzeit bei den Bad Hersfelder Festspielen in dem Kafka-Stück »Der Prozess« als Haushälterin auf der Bühne.