Mann verwechselt Bärlauch mit Herbstzeitlose und stirbt

Rettungsfahrzeug im Einsatz
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Ein Krankeenwagen des Arbeiter-Samariter-Bundes ist im Notfalleinsatz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa) - Ein Mann hat statt Bärlauch eine Herbstzeitlose gegessen und ist in München gestorben. Der 48-Jährige habe Ende April eine Soße aus selbstgesammeltem, vermeintlichem Bärlauch zubereitet, worauf es ihm schlecht ging, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Mann aus dem Landkreis Freising sei in eine Klinik gekommen und dort nun gestorben. Er habe nur ein paar Löffel von der Soße gegessen, weil sie ihm bitter vorgekommen sei, erklärte ein Polizeisprecher. »Das hat schon gereicht.«


Ein Gutachten des Giftnotrufs der Technischen Universität München bestätigte, dass der Mann eine hochgiftige Herbstzeitlose verspeist hat. »Bärlauch steht oft am gleichen Wuchsort wie die Herbstzeitlose, daher ist eine Verwechslung der Blätter leicht möglich«, sagte der Leiter der Klinischen Toxikologie, Florian Eyer. So drastische Fälle, die zum Tod führten, gebe es zwar selten. Jedoch nähmen Vergiftungen zu, weil viele Menschen auch wegen der Pandemie in der Natur unterwegs seien, aber nicht das nötige Wissen über giftige Pflanzen hätten.

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Die Polizei warnte davor, selbstgepflückte Pflanzen zu essen, und mahnte, genau zu prüfen, um was es sich handelt.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-461398/4

Giftnotruf München


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