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Loewe: IG Metall fordert reguläres Insolvenzverfahren

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Eine Fahne mit dem Logo der IG-Metall wird geschwenkt. Foto: Lino Mirgeler/Archiv Foto: dpa

Kronach (dpa) - Die IG Metall kritisiert das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Kronacher TV-Gerätehersteller Loewe. Das Verfahren sei überstürzt beantragt worden, der Investor Riverrock nur auf Profitmaximierung ausgerichtet, heißt es in einer am Montag versendeten Pressemitteilung der Gewerkschaft. Die Zukunftsängste der 400 Beschäftigten und ihrer Familien spielten für das Unternehmen keine Rolle. Deshalb fordert die IG Metall nun die Einleitung eines regulären Insolvenzverfahrens. Das zuständige Amtsgericht Coburg müsse die Eigenverwaltung der Loewe-Geschäftsführung beenden und einen »qualifizierten Insolvenzverwalter« einsetzen.


Außerdem fordert die Gewerkschaft, alle Beschäftigten in eine Transfergesellschaft zu überführen und ihnen Kurzarbeitergeld zu bezahlen. Wenn es zu einer Fortführung des Betriebes komme, sollten die Beschäftigten zu den bisherigen Konditionen weiterbeschäftigt werden. Am Dienstagvormittag wollten die Beschäftigten laut IG Metall bei einer Demonstration vor dem Loewe-Werk in Kronach ihrem Unmut Luft machen.

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Schon lange hatte Loewe mit massiven Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Bei dem oberfränkischen Traditionsunternehmen stieg die britische Investmentgesellschaft Riverrock ein. Anfang Mai 2019 beantragte das Unternehmen bei Gericht ein Insolvenzverfahren in Eigenregie. Dieses soll nach Plänen der Firma am 1. August eröffnet werden.