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»Lockdown wirkt«: Erste Corona-Lockerungen in Schweinfurt

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Das Rolltor eines Warenhauses ist geschlossen
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Das Rolltor eines Warenhauses ist geschlossen. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild Foto: dpa

Schweinfurt/Tirschenreuth (dpa/lby) - Spitzenreiter und Schlusslicht zugleich ist der Freistaat Bayern mit den bundesweit höchsten und niedrigsten Inzidenzwerten. Mit 309,5 neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche weist Tirschenreuth weiterhin die meisten Corona-Neuinfektionen im Bundesgebiet auf, wie den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag zu entnehmen ist. Die unterfränkische Stadt Schweinfurt hat mit 5,6 neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche den niedrigsten Wert im ganzen Bundesgebiet. Die Stadt reagierte mit ersten Lockerungen und will ab Mittwoch die Masken-Pflicht in der Innenstadt aufheben.


Man genieße die fallenden Zahlen jedoch mit Vorsicht, betonte eine Sprecherin. Eine vorzeitige Öffnung des Einzelhandels käme nicht infrage. »Das wäre fatal«, sagte sie. Zu groß sei das Risiko, einen »Einkaufstourismus« zu provozieren.

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»Vom Saulus zum Paulus« schrieb vor einigen Tagen eine Lokalzeitung in Schweinfurt, denn im Oktober galt die unterfränkische Stadt als ein Corona-Hotspot. Die Stadt reagierte mit einem Alkoholverbot, Masken-Pflicht in der Öffentlichkeit und strengeren Kontaktbeschränkungen. Die bayernweite Besucherregelung in Alten- und Pflegeheimen wurden von der Stadt auch auf Krankenhäuser und Einrichtungen, in denen eine medizinische Versorgung erfolgt, ausgeweitet. Diese Regelung soll Mittwoch aufgehoben werden. Nur in Alten- und Pflegeheimen bleibt die Besuchsbeschränkung.

Einen wesentlichen Unterschied in der Umsetzung der Maßnahmen machte die Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen den Angaben nach nicht. »Der Lockdown wirkt, das sieht man auch am Rückgang der Zahlen für ganz Deutschland«, sagte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU). »Das macht Hoffnung, dass wir die Corona-Pandemie bald bezwingen und in die Normalität zurückkehren können.«

Nach Tirschenreuth liegen die höchsten Inzidenzwerte in Bayern in Wundsiedel (236,7) und der Stadt Hof (207,3). In der Landeshauptstadt München lag die Sieben-Tage-Inzidenz am vierten Tag in Folge unter 40.

Die Gesundheitsämter in Bayern haben laut RKI binnen eines Tages 553 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden 81 neue Todesfälle im Freistaat im Zusammenhang mit Corona verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorging. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Freistaat demnach bei 57,9.

Im Bayern gab es dem RKI zufolge bisher insgesamt 421 792 Covid-19-Fälle. 11 773 Menschen starben nach der Virusinfektion.

© dpa-infocom, dpa:210216-99-466436/2

Stadt Schweinfurt

Landkreis Tirschenreuth


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