LfA Förderbank: Nach wie vor Bedarf an Coronahilfskrediten

München (dpa/lby) - Die staatliche Förderbank LfA rechnet auch in diesem Jahr noch mit erheblichem Bedarf der bayerischen Wirtschaft an Coronahilfen, wenn auch weniger als auf dem Höhepunkt der Krise. Vorstandschef Otto Beierl geht davon aus, dass sowohl die Nachfrage nach Krediten als auch nach Bürgschaften und Stundungen höher sein wird als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. »Die hohen Werte aus dem Jahr 2020 werden wir nicht erreichen, aber auch das ist kein Anlass zur Traurigkeit«, sagte Beierl bei der Vorstellung der Jahresbilanz am Donnerstag in München.


Die 1951 zur Finanzierung des Wiederaufbaus nach dem Kriege gegründete LfA hatte 2020 so viele Förderkredite vergeben wie noch nie. Insgesamt waren es 3,4 Milliarden Euro, gut 44 Prozent mehr als 2019. Hinzu kamen 933 Millionen Bürgschaften und Stundungen. Die coronabedingten Hilfen bezifferte Beierl auf 1,5 Milliarden. Nach Berechnungen der Bank wurden gut 200 000 Arbeitsplätze gesichert und 5400 neue mitfinanziert.

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Der Nettogewinn der LfA belief sich 2020 noch auf 25 Millionen Euro. Das waren 11 Millionen weniger als ein Jahr zuvor, die LfA ist aber ohnehin keine in erster Linie profitorientierte Bank.

Nicht involviert war die LfA in die Vergabe der staatlichen Soforthilfen für von der Corona-Krise getroffene Unternehmen, an denen es wegen verspäteter Auszahlungen viel Kritik gegeben hatte. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte, der allergrößte Teil dieser Anträge sei abgearbeitet und nur noch Einzelfälle nicht erledigt.

Für die Arbeit der LfA hatte Aiwanger nur lobende Worte übrig. »Bei der LfA ist mir kein einziger Fall bekannt, wo wir sagen mussten, hier haben wir zu lange gebraucht, hier haben wir nicht ordentlich gearbeitet, hier haben wir Fehlentscheidungen getroffen.« Das Fazit des Freie Wähler-Chefs: »Alles richtig gemacht.«

© dpa-infocom, dpa:210429-99-401966/2


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