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Lehrerverband: Insellösungen bei Schulschließungen »fatal«

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Heinz-Peter Meidinger
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Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa) - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält bundeslandabhängige Regelungen zu Schulschließungen für »sehr fatal«. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er: »Bei einer so wichtigen Frage verbieten sich Insellösungen.«


Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt Bayern ab Montag alle Schulen, Kindergärten und Kitas bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Die Schulen starten nach dem bisherigen Plan somit wieder frühestens am 20. April.

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Solche Schulschließungen seien eine »Riesen-Herausforderung« für die Eltern und Schüler, sagte Meidinger am Freitag im Programm »radioWelt am Morgen« von »Bayern 2«. »Ich warte hier auf gute Vorschläge und Organisationspläne und Maßnahmen der Landesregierung.« Man werde um Not-Betreuungseinrichtungen nicht herumkommen. Meidinger ist selbst Direktor eines bayerischen Gymnasiums.

Trotz der Schulschließungen gebe es Möglichkeiten, den Schülern weiter den Lehrstoff zu vermitteln. »Natürlich haben wir bestimmte Werkzeuge, also Lernplattformen. Aber es muss sich erst mal herausstellen, ob diese Werkzeuge wirklich in der Lage sind, das einigermaßen aufzufangen. Ich wage das zu bezweifeln.«

Die größten Baustellen für Lehrer wie Schüler seien nun die bevorstehenden Abschlussprüfungen wie das Abitur, sagte Meidinger. »Hier brauchen wir jetzt ganz klare Lösungen. Da bin ich gespannt, ob in den Schubladen der Ministerien entsprechenden Pläne liegen.«


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