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Lebenslange Haft nach Mord in Internetcafé

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Eine Figur der blinden Justitia
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Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Ingolstadt (dpa/lby) - Nach tödlichen Schüssen in einem Ingolstädter Internetcafé ist der Schütze am Montag wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Ingolstadt sah es nach Angaben eins Sprechers als erwiesen an, dass der 38-Jährige Mitte Juni 2020 einen Bekannten in dem Lokal aus Rache für vorangegangene Kränkungen erschossen hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az. 1 Ks 11 Js 10565/20).


Der Verteidiger des 38 Jahre alten Türken hatte in dem Prozess eine Verurteilung nur wegen Totschlags gefordert, die Strafkammer folgte allerdings weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Eine besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht nach Angaben des Gerichtssprechers nicht fest.

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Der Angeklagte hatte Mitte Juni 2020 in dem Lokal vor den Augen der anderen Gäste einen Bekannten mit seiner Pistole umgebracht. Der 50 Jahre alte Mann starb trotz Reanimationsversuchen noch am Tatort. Hintergrund der Tat war nach Auffassung des Gerichts ein vorheriger Streit zwischen dem Täter und dem Opfer.

Den Ermittlungen zufolge wollte sich der 38-Jährige mit dem Anschlag auf den 50-Jährigen in dem Café für mehrere vermeintliche Kränkungen rächen. Unter anderem habe sich der Mann nach einer körperlichen Auseinandersetzung zurückgesetzt gefühlt.

Der Angeklagte wurde von den Einsatzkräften noch in Tatortnähe festgenommen, nachdem er das Internetcafé verlassen hatte. Der Mann hatte dort nach den Schüssen offenbar auf die Polizisten gewartet und leistete keinen Widerstand.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-12217/2


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