Landesgartenschau öffnet nun doch schon für Besucher

Mitarbeiter der Landesgartenschau in Ingolstadt sortieren Blumen
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Mitarbeiter der Landesgartenschau in Ingolstadt sortieren Blumen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild Foto: dpa

Im vergangenen Jahr fiel Bayerns Landesgartenschau wie viele Veranstaltungen wegen der Corona-Krise aus. Heuer soll es auf jeden Fall klappen. Und Besucher können wohl schneller das Blumenmeer bewundern als bisher gedacht.


Ingolstadt (dpa/lby) - Die bayerische Landesgartenschau in Ingolstadt soll an diesem Wochenende trotz einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz für die ersten Besucher geöffnet werden. Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) erklärte am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung der Gartenschau, dass die Regierung von Oberbayern kurzfristig eine entsprechende Genehmigung erteilt habe. Demnach wird die Gartenschau nun als Parkanlage eingestuft, nicht mehr wie zuvor als ein Botanischer Garten.

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»Natürlich kann es keine Öffnung im großen Stil sein, das versteht sich von selbst«, sagte der Rathauschef. Zunächst dürften die ersten Gäste das Gartenschaugelände bei einem Spaziergang erkunden. Veranstaltungen und Außengastronomie werde es vorläufig keine geben, erklärte der Rathauschef.

Besucher der Blumenschau müssen sich zuvor auf der Internetseite https://ingolstadt2020.de registrieren. Maximal 2500 Gäste pro Tag - Tages- und Dauerkarteninhaber - dürften ab Freitag auf das Gelände, erklärte eine Sprecherin. Die Blumenhalle bleibe vorläufig allerdings weiter geschlossen.

Ursprünglich hieß es, dass die Gartenschau erst geöffnet werden dürfe, wenn die Inzidenz in Ingolstadt mehrere Tage unter 100 liegt. Nach dieser Regelung hätte die Öffnung voraussichtlich noch einige Zeit auf sich warten lassen. Zuletzt waren die Infektionszahlen in der Großstadt ebenso deutlich gestiegen wie in vielen anderen Kommunen. Am Mittwoch lag die Zahl der Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen laut Robert Koch-Institut für Ingolstadt bei 195.

Bei der kleinen Eröffnungsfeier betonten die Politiker, dass Landesgartenschauen jenseits des Publikumsverkehrs eine große Bedeutung für die gastgebenden Städte hätten. Es entstünden dauerhafte Naherholungsflächen für die Bevölkerung. Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sagte, dass dies gerade in stark wachsenden Städten wie Ingolstadt wesentlich für die Lebensqualität sei.

Auch Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betonte den Aspekt der Nachhaltigkeit und sprach von einem »Motor der Stadtentwicklung«. Dies rechtfertige auch die Gesamtinvestitionen von mehr als 42 Millionen Euro für die Gartenausstellung. »Das ist extrem gut angelegtes Geld.«

Die Ingolstädter Schau war 2020 wegen der Pandemie abgesagt und um ein Jahr verschoben worden. Zehn Jahre lang hatte die Stadt daran gearbeitet, eine neue 23 Hektar große Grünanlage in einem Randbezirk im Nordwesten der Stadt zu bauen. Die Blumenschau soll bis 3. Oktober geöffnet bleiben.

In diesem Jahr soll es erstmals in Bayern zwei Landesgartenschauen geben. Die kleine Gartenschau in Lindau am Bodensee, die regulär für 2021 eingeplant war, soll vom 20. Mai bis zum 26. September stattfinden. Ebenfalls am Bodensee soll zudem die baden-württembergische Landesgartenschau in Überlingen stattfinden. Dort wurde die ebenfalls für April geplante Eröffnung wegen der Corona-Krise aber zunächst verschoben.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-292291/4

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