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Kriminelle nehmen Bienenstöcke ins Visier

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Bienenstöcke stehen in einem blühenden Rapsfeld
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Bienenstöcke stehen in einem blühenden Rapsfeld. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Teils gestohlen, teils getötet: Besonders im Frühjahr werden Bienenvölker im Freistaat immer wieder Ziel krimineller Übergriffe. In diesem Jahr sind dem Landesverband Bayerischer Imker bereits sieben Fälle von Diebstählen ganzer Bienenstöcke bekannt geworden, sagte eine Sprecherin. Einige Völker seien auch - vermutlich durch Gift - gezielt getötet worden. Zu diesen Fällen könne der Verband aber keine konkrete Zahl nennen.


Ende April waren die Tiere in neun von 15 Bienenstöcken eines Imkers in der Oberpfalz mutmaßlich vergiftet worden. Den entstandenen Schaden bezifferte die Polizei auf knapp 3000 Euro. Etwa eine Woche zuvor waren im Landkreis Aschaffenburg vier komplette Bienenvölker samt Behausung verschwunden. Den Schaden durch den Verlust der Tiere schätzte die Polizei auf etwa 1200 Euro, den durch verlorenen Honig sogar auf 4000 Euro. Von den Tätern fehlt in beiden Fällen bislang jede Spur.

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Solche Fälle gebe es bereits seit Jahren vor allem in den Monaten März bis Mai, so die Sprecherin des Imkerverbands. Aufgeklärt würden sie aber nur selten. Für die Tötungen seien mutmaßlich Tierhasser verantwortlich. Für die Diebstähle hat der Verband aber eine andere Vermutung: »Als Nicht-Imker würde man nicht auf die Idee kommen, weil man zu viel Angst hätte, gestochen zu werden. Wir vermuten schon, dass in sehr vielen Fällen Imker dahinter stecken, die Völkerverluste ausgleichen wollen.«

Den Winter überlebe nämlich oft rund ein Fünftel der Bienenbestände nicht. Neben dem Wert der Völker und Königinnen an sich sei es vor allem der Verlust der Honigernten, der oft mehrere Tausend Euro pro Saison betragen könne, der Imker hart treffe. Durch den Diebstahl fremder Völker ließe sich so ein Verlust dann - wenn auch auf kriminelle Art und Weise - ausgleichen.

Landesverband Bayerischer Imker


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