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Kevin Kühnert fordert klarere Abgrenzung von der AfD

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Kevin Kühnert
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Kevin Kühnert (SPD), Bundesvorsitzender der Jusos. Foto: Sven Hoppe Foto: dpa

Abensberg (dpa/lby) - Juso-Bundeschef Kevin Kühnert fordert eine klarere Abgrenzung von der AfD und rechten Ideologien. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass »ordentliche Neonazis in diesem Land wieder für Parlamente kandidieren und gewählt werden«, sagte er am Montag auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Sie machten keinen Hehl daraus, dass sie Sommercamps von Neonazi-Gruppen besuchten, und hätten kein Problem mit alten Fotos, auf denen sie mit Hitlergruß posieren. »Wenn das mit Schulterzucken zur Kenntnis genommen wird, weil Nazi in Deutschland immer erst bei Hitlerbart und Gaskammern anfängt, und wir gleichzeitig eine Parteivorsitzende ein halbes Jahr durchs Land jagen, weil sie mal »Bätschi« in eine Kamera gesagt hat, dann ist was aus dem Lot geraten«, kritisierte Kühnert.


Die damalige Fraktionschefin und spätere SPD-Chefin Andrea Nahles hatte nach der Bundestagswahl 2017 vor Journalisten darauf verwiesen, dass die SPD für eine Regierungsbildung gebraucht werde - und der Union verbal die Zunge herausgestreckt: »Bätschi!« Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte Nahles Monate später »Amateurfehler« vorgeworfen und als Beispiel flapsige Ausdrücke wie »Bätschi« genannt.

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