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Katholischer Frauenbund für Seligsprechung Ellen Ammanns

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Ellen Ammann
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Das historische Foto zeigt Ellen Ammann. Foto: -/Katholischer Deutscher Frauenbund Landesverband Bayern e.V./dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Anlässlich ihres 150. Geburtstages fordert der Katholische Frauenbund Bayern die Seligsprechung der Frauenführerin und Hitler-Gegnerin Ellen Ammann. Die gebürtige Schwedin hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in München zahlreiche karitative Einrichtungen gegründet, die heute noch bestehen. Zudem hatte sie 1923 maßgeblichen Anteil daran, dass der Hitler-Putsch scheiterte. »Ihre tiefe Religiosität und die damit verbundene christliche Nächstenliebe war bestimmend für ihr Denken und Tun«, betonte die Landesvorsitzende des Frauenbundes, Emilia Müller. »Ellen Amman legte ihr Leben voll Vertrauen in die Hände Gottes.«


Ammann prägte das kirchliche und gesellschaftspolitische Leben in Bayern bis zu ihrem Tod 1932 wie kaum eine andere Frau zu ihrer Zeit, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heißt. So gründete sie unter anderem die Bahnhofsmission, eine Frauenschule, einen säkularen Orden sowie den Münchner und den Bayerischen Katholischen Frauenbund. Die zutiefst gläubige sechsfache Mutter zog zudem 1919 als eine der ersten Frauen in den Landtag ein - und sorgte dafür, dass der Hitler-Putsch niedergeschlagen werden konnte.

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»Sie war und ist ein großes Vorbild für viele Frauen - mit einer Seligsprechung würde ihr sozial-caritatives und politisches Engagement gewürdigt und als Akt höchsten Glaubens bestätigt«, erläuterte Müller, die sich im Namen aller von Ammann gegründeter Organisationen für die Seligsprechung einsetzt. Ein solcher Prozess kann Jahre in Anspruch nehmen. Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern ist nach eigenen Angaben mit 160 000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats.

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