Kassenärzte: Astrazeneca-Freigabe Schritt zu Herdenimmunität

Coronavirus - Impfstoff von AstraZeneca
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Eine Spritze wird mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird aufgezogen. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Bayerns Kassenärzte sehen in der Freigabe des Impfstoffs von Astrazeneca für alle Altersgruppen einen wichtigen Schritt zur Herdenimmunität. Nun könne der Impfstoff bei interessierten jüngeren Patienten eingesetzt werden, die aus Sicht des Arztes dafür geeignet sind, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) am Donnerstag in München. »Es ist ein erster Schritt raus aus der Priorisierung, hin zu einem allgemeinen Impfangebot und zur Herdenimmunität.«


Ob den Arztpraxen dafür genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, lasse sich bislang »nicht seriös beantworten«, sagte der Sprecher. Laut dem Impfmonitor des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Vereinigungen standen bayerischen Impfzentren und Praxen demnach Stand Dienstag rund 247 000 Astrazeneca-Impfdosen zur Verfügung. Wie viel davon für Patienten über 60 zurückgelegt wurde, sei der KVB aber nicht bekannt, sagte der Sprecher. »Prinzipiell gilt weiterhin: Die Patienten werden von der Praxis informiert, wenn ein Impfangebot verfügbar ist.«

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Bayern hatte den Impfstoff von Astrazeneca in Arztpraxen am Mittwoch für alle Altersgruppen freigegeben. Zuvor hatten Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die gleiche Entscheidung getroffen. Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) soll der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige können sich »nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung« weiter damit impfen lassen.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-308503/2

Bayerisches Impfzentrum


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