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Immer mehr Erwerbstätige in Bayern von Armut bedroht

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Horst Arnold (SPD)
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Horst Arnold, Fraktionsvorsitzender der SPD im bayerischen Landtag. Foto: Matthias Balk/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Immer mehr Menschen in Bayern sind trotz Erwerbstätigkeit von Armut bedroht. 2017 waren davon rund 422 000 Menschen im Freistaat betroffen, wie die SPD-Landtagsfraktion mitteilte. Die Staatsregierung hatte auf eine Anfrage des Fraktionsvorsitzenden Horst Arnold geantwortet, dass die Zahlen seit 2013 kontinuierlich gestiegen sind. Innerhalb von fünf Jahren kletterte die Quote der von Armut gefährdeten Erwerbstätigen von 5,1 Prozent auf 5,6 Prozent im Jahr 2017. Als armutsgefährdet gilt, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens verfügt.


»Arm trotz Arbeit - diesen Zustand, der für mehr als 400 000 Beschäftigte in Bayern Realität ist, wollen wir so weit wie möglich beenden«, erklärte Arnold. Er forderte eine starke Tarifbindung und einen eigenen bayerischen Mindestlohn von 12,25 Euro. Nach Angaben der SPD werden 53 Prozent der Arbeitnehmer im Freistaat nach Tarif bezahlt. Damit bilde Bayern das Schlusslicht unter den westdeutschen Bundesländern.

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