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Im alten Gleis: Bürger kämpfen mit Studie gegen Neubau

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Rosenheim (dpa/lby) - Im Streit um den Neubau einer Bahntrasse im bayerischen Inntal haben Bürgerinitiativen einen Gegenentwurf entwickelt. Eine mehrteilige Studie des Beratungsbüros Vieregg-Rössler soll belegen, dass kein Neubau nötig ist - und die Deutsche Bahn und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit ihren Plänen falsch liegen.


Der Ausbau der Bestandsstrecke sei nicht nur ausreichend, sondern die bessere Lösung, teilten die Initiativen am Dienstag in Rosenheim bei der Vorstellung des vierten und letzten Studienteils für die Strecke Grafing-Rosenheim mit. Zuvor hatte Vieregg die Strecke von Kiefersfelden bis vor Rosenheim untersucht.

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Die mögliche neue Bahnstrecke soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner Basistunnel erweitern, der ab etwa 2028 mehr Güter auf die Schiene bringen und die Brennerroute vom Lkw-Verkehr entlasten soll. Anwohner im verkehrsbelasteten Inntal fürchten noch mehr Verkehr.

Eine Modernisierung der bestehenden Gleise mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS und die Beseitigung der Engpässe am Bahnhof Rosenheim würden der Vieregg-Studie zufolge eine Kapazität von 396 Zügen erlauben. Das wären nur vier Züge weniger als die Kapazitätsgrenze des Basistunnels.

Zudem könne die Fahrzeit so verbessert werden, dass Personenzüge von München nach Kufstein nur etwa zwei Minuten länger brauchen würden als über eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse. Anders als bei den DB-Plänen werde überdies der Bahnhof Rosenheim nicht per Umgehung vom Fernverkehr abgehängt - und damit auch vom künftigen Deutschlandtakt, hieß es. Die Planungen der DB seien hier veraltet.

Die Bahn will bis Jahresende den Vorschlag für die endgültige Trasse vorstellen. Dann muss die Politik über die Umsetzung entscheiden. Bisher hat die Bahn einen Planungsauftrag.

Bürgerforum Inntal

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Vieregg-Rössler Teilstudie von 2019


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