Holetschek: Kurorte wichtig für Gesundheitsversorgung

Klaus Holetschek
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Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild Foto: dpa

Bad Füssing (dpa/lby) - Bayerns Kurorte könnten künftig eine wichtige Rolle bei der Behandlung langfristiger, gesundheitlicher Folgen von Covid-19-Patienten spielen. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag bei einem Besuch im niederbayerischen Bad Füssing. Dort informierte er sich nach Ministeriumsangaben unter anderem über das Test- und Hygienekonzept eines Hotels. Diese Konzepte seien ein entscheidender Faktor bei Öffnungsschritten.


Angesichts der Corona-Situation könnten die Bäder aktuell noch nicht wieder öffnen, sagte der Minister. Kontakte müssten weiterhin auf das Nötigste beschränkt werden. Aber: »Wir tun alles dafür, um das Infektionsgeschehen so weit wie möglich einzudämmen.«

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Etliche Kur- und Heilbäder in Bayern hatten kürzlich eine klare Öffnungsstrategie gefordert und auf ihren Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit vieler Menschen sowie auf die zahlreichen Arbeitsplätze verwiesen. Kurorte und Badbetreiber seien - wie viele andere Branchen - von den Folgen der Pandemie schwer getroffen, hatte Alois Brundobler, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (HBV) in Bad Füssing gesagt. »Die Situation ist verheerend.«

Holetschek betonte ebenfalls die wirtschaftliche Bedeutung der Heilbäder und Kurorte: Einer Studie aus dem Jahr 2019 zufolge hätten im Jahr 2016 knapp 2,6 Millionen Patienten im Freistaat Leistungen der medizinischen Rehabilitation in Anspruch genommen. Der Jahresumsatz der rund 4900 bayerischen Reha-Betriebe lag demnach bei etwa 2,6 Milliarden Euro.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-420976/2


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