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Holetschek: Brauchen Astrazeneca - Vorsicht Gebot der Stunde

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Klaus Holetschek (CSU)
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Klaus Holetschek (CSU), Bayerns Staatsminister für Gesundheit und Pflege, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Peter Kneffel/dpa Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat die Bedeutung des Astrazeneca-Impfstoffs für die weitere Impfkampagne betont. Gleichzeitig sagte Holetschek nach einer Videoschalte der Minister von Bund und Ländern am Dienstagabend: »Vorsicht ist das Gebot der Stunde.« Deshalb habe man einstimmig und orientiert an einer neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beschlossen, die Impfungen mit Astrazeneca vorerst für Menschen unter 60 auszusetzen.


»Die positive Botschaft ist: Der Impfstoff von Astrazeneca soll für die Menschen weiter verimpft werden, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Die Studien zeigen weiterhin, dass dies ein hochwirksamer Impfstoff ist, der gegen schwere Krankheitsverläufe wirkt«, sagte der Minister. »Wir brauchen ihn, um angesichts der dritten Welle und gefährlicher Virusmutationen die Impfungen schnell voranzutreiben.«

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Holetschek betonte zudem: »Wir müssen jetzt eine klare Linie vorgeben, um den Impfstoff von Astrazeneca weiter verwenden zu können.« Deshalb sollten die Länder selbst entscheiden können, die Impf-Priorisierung bei Astrazeneca für die Menschen über 60 Jahren aufzuheben. »So können wir der Altersgruppe Ü60 schneller ein Impfangebot machen, was dringend notwendig ist.«

Zudem habe man beschlossen, dass sich auch Menschen der Priogruppen 1 und 2 unter 60 Jahren weiterhin mit Astrazeneca impfen lassen dürfen, wenn dies nach ärztlichem Ermessen und individueller Einschätzung entschieden werde. »Wer Astrazeneca haben will, sollte es auch bekommen.« Und für diejenigen, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten hätten, rufe die GMK die Impfkommission auf, so schnell wie möglich eine Empfehlung abzugeben. Die Stiko hatte dies demnach bis Ende April angekündigt. Holetschek sagte dazu: »Wir können die Menschen nicht so lange im Ungewissen lassen. Daher brauchen wir bei Zweitimpfungen schnellstmöglich Klarheit.«

»Wir haben in Deutschland inzwischen 31 Fälle der seltenen Hirnvenenthrombosen registriert. Die Betroffenen sind zwischen 20 und 60 Jahren«, berichtete Holetschek. Deshalb sei Vorsicht das Gebot der Stunde. »Wir rufen alle Menschen auf, die schon mit Astrazeneca geimpft worden sind, auf Symptome wie anhaltende Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Beinschwellungen zu achten. Sollte es dazu kommen, wenden Sie sich vorsichtshalber an Ihren Arzt. Sicherheit geht vor.«

© dpa-infocom, dpa:210330-99-33154/2


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