Handwerk hofft auf die zweite Jahreshälfte

Auszubildender im KFZ-Handwerk
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Ein Auszubildender im KFZ-Handwerk schneidet mit einer Flex einen alten Auspuff auf. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Das bayerische Handwerk kommt nur langsam aus der Krise und hofft vor allem auf die zweite Jahreshälfte. Es spreche einiges dafür, dass erst dann eine »nachhaltige Erholung« einsetze, sagte der Präsident des Bayerischen Handwerkstags, Franz Xaver Peteranderl, am Mittwoch. Im ersten Quartal sank der Umsatz im bayerischen Handwerk im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ersten Schätzungen zufolge um 5 Prozent auf etwa 25 Milliarden Euro. Auch die Zahl der Beschäftigten sank binnen Jahresfrist - um etwa 0,9 Prozent auf 949 700.


Die Einschätzung der aktuellen Lage hat sich gegenüber dem Vorjahresquartal leicht verschlechtert, allerdings befinden sie immer noch 42 Prozent als gut und 34 Prozent als befriedigend. Dies werde aber durch die »überaus positive Situation« bei Bau und Ausbau nach oben gezogen, sagte Peteranderl. Andere Bereiche des Handwerks litten deutlich stärker - insbesondere das Kfz-Handwerk und die verbrauchernahen Dienstleistungen.

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In die Zukunft schaut das Handwerk etwas optimistischer. 20 Prozent erwarten eine Verbesserung in den nächsten Monaten, 65 Prozent immerhin gleichbleibende Geschäfte. Zudem gab es laut Peteranderl sogar eine »kleine Gründungswelle« zum Jahresbeginn: Ende März lag die Zahl der Handwerksbetriebe in Bayern bei 207 000 - ein Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Sorgen bereitet Peteranderl die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Bereits vergangenes Jahr hatte es hier einen deutlichen Rückgang gegeben. Und die aktuelle Entwicklung deute auf ein weiteres deutliches Minus hin.

© dpa-infocom, dpa:210428-99-383951/2


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