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Gribl sieht Teilministerium als Bestätigung Augsburgs

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Augsburg (dpa/lby) - Die Verlagerung eines Teils des Bauministeriums nach Augsburg sieht der dortige Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) als Bestätigung, dass die Stadt eine Metropolfunktion für Bayern hat. Der OB erinnerte daran, dass die Staatsregierung in den vergangenen Jahren die 300 000-Einwohner-Stadt in Schwaben bereits in anderen Bereichen aufgewertet hat, beispielsweise durch Umwandlung des kommunalen Krankenhauses in eine Uniklinik und die Ernennung des Stadttheaters zum Staatstheater. »Das ist eine Bestätigung des Augsburger Anspruches, Metropole zu sein«, sagte Gribl.


Der damalige Heimatminister Markus Söder (CSU) hatte 2016 Augsburg zur dritten bayerischen Metropole nach München und Nürnberg erklärt. Am Mittwoch hatte der Ministerpräsident dann bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion im oberbayerischen Kloster Seeon eine große Behördenverlagerung angekündigt, in deren Rahmen Abteilungen mit 200 Mitarbeitern des Bau- und Verkehrsministeriums von München nach Augsburg ziehen sollen. Nürnberg hatte bereits vor Jahren das Heimatministerium als Außenstelle des Finanzressorts erhalten.

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Zu Söders Plänen, die Millionenstadt München zu einem eigenen und damit zum achten bayerischen Regierungsbezirk zu machen, sagte Gribl, dass es Argumente dafür und dagegen gebe. Die Entscheidung habe aber auch »eine gewisse Logik«, meinte Bayerns Städtetagschef. Ganz Oberbayern werde immer über München definiert, obwohl der Bezirk weit mehr sei als nur die Landeshauptstadt. »Und München hat auch ein eigenständiges Gewicht, so dass sich vor dem Hintergrund die Überlegung schon nachvollziehen lässt«, sagte er.