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Gewinn der BayernLB bricht um die Hälfte ein

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Das Logo der Bayerischen Landesbank (BayernLB) ist an der Zentrale zu sehen. Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa) - Corona-Pandemie und Umstrukturierung haben den Gewinn der BayernLB dahinschmelzen lassen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die bayerische Landesbank noch einen Nettogewinn von 228 Millionen Euro, weniger als halb so viel wie die 466 Millionen im Jahr 2019. Grund waren sowohl die Restrukturierungskosten als auch eine coronabedingt starke Erhöhung der Risikovorsorge für potenziell ausfallgefährdete Kredite. »Es wäre ein Leichtes, zu jammern«, sagte Vorstandschef Stefan Winkelmeier. »Aber das tun wir nicht.«


Die BayernLB ist keineswegs nur in Bayern aktiv, denn zum Konzern gehört die Online-Bank DKB. Diese machte im vergangenen Jahr zwar ebenfalls etwas weniger Gewinn, steigerte aber ihre Kundenzahl um 300 000 auf 4,6 Millionen Menschen.

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In der Kernbank will der Vorstand bis 2024 insgesamt rund 900 Stellen abbauen, davon soll bis Mitte des Jahres die Hälfte mit den betreffenden Mitarbeitern vertraglich unter Dach und Fach sein, wie Winkelmeier sagte. »Das macht keinen Spaß und ist uns keine Freude.« Der Konzernumbau kostete im vergangenen Jahr 287 Millionen Euro, soll aber in der Zukunft Früchte tragen. Ein Auslöser ist die Niedrigzinspolitik der EZB, die der BayernLB schon vor Beginn der Corona-Pandemie zusetzte.

Das Vorsteuerergebnis ging stärker zurück als der Nettogewinn und sank um mehr als zwei Drittel von 656 auf 195 Millionen Euro. Dieses Jahr soll besser werden, für das Gesamtjahr erwarten Winkelmeier und seine Vorstandskollegen ein Vorsteuerergebnis von 200 bis 400 Millionen Euro.

Zweiter großer Kostenfaktor 2020 war die Erhöhung der Risikovorsorge auf 142 Millionen Euro - der tatsächliche Betrag war noch wesentlich höher, doch gingen 2020 auch noch bereits abgeschriebene Forderungen aus der Vergangenheit in dreistelliger Millionenhöhe ein. Winkelmeier betonte jedoch, dass bisher keine Kredite in nennenswerter Höhe ausgefallen seien.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-982245/2


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