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Gesichtserkennung: Bayerns Polizei findet fast 400 Täter

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Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife
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Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Polizei in Bayern ist 2019 mit einem Gesichtserkennungsprogramm mehr als doppelt so vielen Straftätern auf die Schliche gekommen wie im Jahr davor. Insgesamt 387 Täter wurden nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) im vergangenen Jahr auf diese Art und Weise identifiziert. Im Jahr 2018 waren es nur 146 und 2010 sogar nur zehn Fälle. Und die Tendenz ist weiter steigend: Allein im Januar 2020 wurden nach Angaben des Leitenden Krimialdirektors Bernhard Egger schon 55 Identitäten mithilfe eines Algorithmus geklärt.


Ganz unabhängig davon, was man in Zukunft dürfe oder machen könne - auch mit den bereits vorhandenen Mitteln wären nach Ansicht Eggers deutlich mehr Fahndungserfolge denkbar, wenn die Möglichkeiten engagierter genutzt würden. »Das, was wir dürfen, nutzen wir nicht optimal aus«, sagte Egger. Zuletzt war in Berlin erst im Januar ein umstrittener Referentenentwurf zu einer gesichtserkennenden Videoüberwachung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verworfen worden. Mit dieser Art der Gesichtserkennung habe das, was das LKA in Bayern mache, nichts zu tun, betonten Egger und auch der Landesdatenschutzbeauftragte Thomas Petri.

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Infos zur Gesichtserkennung beim BKA

Kommentar in der "Süddeutschen Zeitung" - "Diese Technik ist zu gefährlich"