GdP kritisiert Pläne für Sicherheitskonferenz und EM

München (dpa/lby) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern kritisiert Pläne für eine Sicherheitskonferenz am Münchner Flughafen Mitte Juni. Während für die Bürger Grundrechte drastisch eingeschränkt würden, erlaube sich die politische Führung samt Wirtschaftsgrößen das, was sie sonst der Bevölkerung verbiete, nämlich sich zu treffen, auszutauschen und den persönlichen Kontakt zu suchen, schrieb die GdP am Sonntag. Die Einschränkung der persönlichen Freiheit eines jeden müsse für alle gelten, auch für Politik- und Wirtschaftsmächtige.


»Derartige Sonderbehandlungen in der derzeit angespannten Corona-Situation sind dazu geeignet, den Unmut in der Bevölkerung weiter massiv zu schüren«, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Pytlik. Auch gegenüber den Einsatzkräften sei angesichts der Corona-Pandemie so eine Großveranstaltung nicht zu verantworten. Hier würden weitere unnötige Einsatzlagen geschaffen, welche die Polizei personell an die Grenze brächten, sagte Pytlik.

Anzeige

Pytlik kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung, bei den Fußballspielen der Europameisterschaft in München möglicherweise Zuschauer in die Allianz-Arena zu lassen.

© dpa-infocom, dpa:210425-99-347803/2

GdP Bayern


Mehr aus Bayern und der Region
Einstellungen