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Fürths OB Jung: Corona-Lockerung »Gebot der Stunde«

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Thomas Jung
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Thomas Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Fürth. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild Foto: dpa

Fürth (dpa/lby) - Der Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Thomas Jung, hat sich für eine vorsichtige Lockerung der Corona-Regeln in Teilen Bayerns ausgesprochen. Er könne sich vorstellen, etwa für Franken oder einzelne Regierungsbezirke andere Regelungen zu treffen als in anderen Gegenden des Freistaates, sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur am Montag.


Es gebe Gegenden mit günstigen Zahlen. Die Stadt Fürth etwa hatte in der vergangenen Woche mehr Genesene als Neuerkrankte. Eine Lockerung, zum Beispiel bei Spielplätzen für Kinder, sei »ein Gebot der Stunde«.

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»Das Saarland ist so groß wie der Landkreis Ansbach und hat auch seine eigenen Regelungen«, sagte Jung. Es dürfe aber kein Flickenteppich entstehen. Klar müsse auch sein, dass Abstandsregeln und Verhaltensanweisungen weiterhin strikt eingehalten werden müssen.

Der neugewählte Oberbürgermeister von Fürths größerer Nachbarstadt Nürnberg, Marcus König (CSU), mahnte zur Vorsicht: »Sicherheit geht vor Schnelligkeit«, sagte er. Am Mittwoch wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Maßnahmen verkünden, die auch Lockerungen enthielten.

Es gehe darum, den Menschen zu helfen und die Wirtschaft in einigen Branchen vor Schäden zu bewahren. In seiner Stadt kämen Hilferufe vor allem aus der Gastronomie und der Reisebranche, von Fitnessstudios, Kinos, Tanz- und Ballettstudios sowie von den Hundeschulen, sagte der Oberbürgermeister von Fürth.

Jung denkt an die Öffnung von Spielplätzen und Sportvereinen, besonders dort, wo Abstandhalten möglich ist. Das gelte etwa für Sportarten wie Golf oder Tennis. »Ein Golfspieler darf spazieren gehen, wenn er einen Schläger in der Hand hat, darf er es nicht - schwer zu erklären«, sagte Jung.

Mitteilung Stadt Fürth


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