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Fitness-Unternehmerin verliert vor BGH gegen Yelp

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Bewertungsportal Yelp
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Die App der Bewertungsplattform Yelp wird von einer Nutzerin auf dem Smartphone geöffnet. Foto: Jennifer Weese/dpa/Archivbild Foto: dpa

Karlsruhe (dpa) - Das Onlinebewertungsportal Yelp darf seine in Sternen ausgedrückte Gesamtbewertung von Unternehmen auf eine automatisierte Auswahl stützen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag im Streit zwischen einer Betreiberin mehrerer Fitnessstudios im Raum München und dem Internet-Unternehmen. Die Sport-Unternehmerin fühlte sich zu schlecht bewertet. Der VI. Zivilsenat hob ein anderslautendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München auf.


Die rechtlich geschützten Interessen der Klägerin überwiegen nach Überzeugung des BGH-Senats nicht die schutzwürdigen Belange von Yelp. Die Einstufung von Bewertung in »empfohlen« und »nicht empfohlen« sei durch die Berufs- und Meinungsfreiheit geschützt. »Ein Gewerbetreibender muss Kritik an seinen Leistungen und die öffentliche Erörterung geäußerter Kritik grundsätzlich hinnehmen«, sagte der Vorsitzende Richter Stephan Seiters. (Az. VI ZR 495/18 u.a.).

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Ankündigung des BGH

Urteil des OLG München vom 13. November 2018

Urteil des LG München vom 12. Februar 2016

Yelp über "empfohlene Beiträge"

Erklärvideo von Yelp zur Empfehlungssoftware

Pressemittelung des BGH zum Urteil