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Experte: Häusliche Gewalt gegen Männer ist Tabuthema

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Arme halten mit Gewalt die Hönde einer weiteren Person
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Arme greifen mit Gewalt die Hönde einer weiteren Person. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Nürnberg (dpa) - Männer können Experten zufolge ähnlich Opfer von häuslicher Gewalt werden wie Frauen. »Die Tendenz ist eher steigend. Das Thema wurde aber lange nicht beachtet«, sagte der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit in Bayern, Matthias Becker. »Das sind keine Einzelfälle.«


Nach einer Auswertung des Bundeskriminalamts sind knapp 20 Prozent der Opfer von häuslicher Gewalt Männer. Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. »Das ist ein Tabuthema - auch unter Männern«, sagte Becker. Das bestätigt auch der Opferhilfeverein Weißer Ring.

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Bis Männer versuchen, aus einer gewalttätigen Beziehung auszubrechen, vergehen nach Angaben von Andreas Schmiedel vom Münchner Informationszentrum für Männer oft viele Jahre. »Bei Männern ist oft das Motiv, dass sie Hilfe holen, um ihr Kind zu schützen«, sagte er.

Zuflucht finden sie in anonymen Schutzwohnungen. Bundesweit gibt es davon 7 mit 18 Plätzen. Eine davon ist Anfang des Jahres in Nürnberg beim Caritasverband entstanden. Alle drei Plätze seien seitdem durchgehend belegt, und es gebe weitere Anfragen, sagte Caritasdirektor Michael Schwarz. Der Träger plant nun, weitere Plätze einzurichten.

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