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Ex-OB-Ude will auch ohne Wiesn ein Fass anstechen

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Christian Ude (SPD), ehemaliger Oberbürgermeister von München
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Christian Ude (SPD), ehemaliger Oberbürgermeister von München. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) will trotz der Absage des Oktoberfests nicht auf den traditionellen Fassanstich verzichten. An diesem Samstag, an dem die Wiesn eigentlich beginnen sollte, werde er um Punkt 12 Uhr in einem Wirtshaus im Münchner Bahnhofsviertel ein Fass anstechen, sagte Ude der »Abendzeitung« (Dienstagsausgabe). Üben müsse er dafür nicht. »Fässer dieser Größe habe ich schon in rauen Mengen angeschlagen. Das geht ganz problemlos.«


Ude ist der Vorgänger von Dieter Reiter und war von 1993 bis 2014 Münchner Oberbürgermeister. In dieser Funktion war er zuständig für den traditionellen Anstich im Schottenhamel-Festzelt, den offiziellen Wiesn-Startschuss. Bei seiner ersten Wiesn brauchte Ude noch sieben Schläge (»eine Blamage«), zum Schluss waren es nur noch zwei. Mehr will er an diesem Samstag auch nicht brauchen, kündigte er in der Zeitung an.

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Weil das Oktoberfest in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer fällt, veranstalten Münchner Gastronomen vom 19. September bis zum 4. Oktober die »Wirtshaus-Wiesn«. Sie knüpfen damit nach Angaben der Stadt an eine uralte Tradition an. »Das allererste Oktoberfest im Jahr 1810 wurde nämlich gar nicht auf der Theresienwiese gefeiert, dort fand »nur« ein Pferderennen statt«, teilt die Stadt auf ihrer Homepage mit. »Gegessen, getrunken und gesungen wurde in den umliegenden Wirtshäusern.«

Infos zur Wirtshaus-Wiesn


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