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Einseitiges Lkw-Fahrverbot: Rückstaus befürchtet

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Blaulicht
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Das Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug leuchtet, während sich das Display mit dem Wort «Stau» spiegelt. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Illustration Foto: dpa

Kempten/Rosenheim (dpa/lby) - Die Polizei in Bayern rechnet an Christi Himmelfahrt mit Lkw-Rückstaus an den Grenzübergängen zu Österreich. Der Grund: Im Nachbarland gilt seit Montag wieder ein Fahrverbot für Lkw an Wochenenden und Feiertagen - in Deutschland hingegen nicht. Dort soll das Fahrverbot bis einschließlich 1. Juni ausgesetzt bleiben.


»An sich haben beide Länder zur Sicherstellung der Versorgungsketten während der Corona-Krise das Lkw-Fahrverbot ausgesetzt, nun hat lediglich Österreich das Verbot wieder aufgenommen«, sagte ein Sprecher der Polizei Kempten. »Wir befürchten, dass das nicht alle Fahrer mitbekommen haben und dann am Donnerstag an der Grenze auflaufen.« Beamte werden entsprechend versuchen, die Lkw auf Plätze an Raststätten vor der Grenze zu leiten.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) riet Lkw-Fahrern, möglichst frühzeitig Parkplätze anzusteuern, um die Situation in Grenznähe zu entschärfen. Herrmann schloss laut Mitteilung ebenfalls nicht aus, dass Parkplätze an den Autobahnen in Richtung Österreich stark durch parkende Lkw belegt werden und sich Staus vor den Grenzübergangsstellen bilden könnten.

Auch in den oberbayerischen Grenzgebieten ist die Polizei nach eigenen Angaben auf Lkw mit Zwangs-Stopp vorbereitet. »Da wir das erste Mal diese Konstellation haben, haben wir das genau im Blick und sind entsprechend präsent«, sagte eine Polizeisprecherin. »Was wir auf jeden Fall verhindern wollen, sind Rückstaus bis auf die Autobahn.« Zwar bleibe das einseitige Fahrverbot erstmal bestehen und betreffe neben dem kommenden Donnerstag entsprechend noch weitere Tage, doch »wir hoffen, dass sich das bald rumspricht und die Fahrer entsprechend schon vorher einen Rastplatz suchen«, sagte die Sprecherin.


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