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Einreise aus Tirol und Tschechien könnte leichter werden

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Das Robert Koch-Institut stuft Tirol und Tschechien nicht mehr als sogenannte Virusvariantengebiete ein. Damit könnten Einreisebeschränkungen wegfallen.


Berlin (dpa) - Einreisen aus Tschechien und Tirol könnten demnächst wieder leichter werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sie am Freitag von seiner Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Wirksam wird dies in der Nacht zum Sonntag. Damit fällt die Grundlage für einen wesentlichen Teil der Einreisebeschränkungen weg.

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Derzeit gibt es noch Grenzkontrollen an den Grenzen zu Tirol und Tschechien. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass sie nun zumindest an der Grenze zu Tirol aufgehoben werden, das ab Sonntag nur noch »normales« Risikogebiet ist. Tschechien bleibt dagegen Hochinzidenzgebiet mit Werten über 200. Das bayerische Gesundheitsministerium erklärte, man prüfe derzeit, welche Auswirkungen die Änderungen auf die geltenden Regeln habe.

In Tirol sind rund 3000 Pendler von der Entscheidung betroffen. Die Grenzkontrollen haben in dem auch bei Urlaubern beliebten Bundesland für erheblichen Ärger gesorgt. Als sie in der vergangenen Woche noch einmal um zwei Wochen verlängert wurden, sprach Landeschef Günther Platter (ÖVP) vom »ungerechtfertigter Schikane«. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz setzte sich kurz darauf bei einem Besuch in Berlin bei Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eindringlich für eine Aufhebung der Kontrollen ein. Jetzt schrieb er: »Ich freue mich, dass das Ende der Kontrollen nun offiziell ist.«

Die deutsche Bundesregierung hatte weite Teile Tirols und Tschechien am 14. Februar zu Gebieten mit besonders gefährlichen Virusvarianten erklärt. Es ist die höchste Risikostufe mit den härtesten Einreiseregeln. Aus Virusvariantengebieten dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen.

Für Hochinzidenzgebiete gilt weiter, dass Einreisende aus diesen Gebieten, einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Bei Einreise aus Risikogebieten muss er binnen 48 Stunden erfolgen. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen.

Die Zurückstufung zum Hochinzidenzgebiet bedeutet also für Tschechien eine deutliche Entschärfung. Auch das geltende Beförderungsverbot entfällt damit. Seit Wochen gibt es keine regelmäßigen Bahn- und Busverbindungen mehr zwischen Tschechien und Deutschland. Das könnte sich nun ändern.

Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags, Manfred Gößl, begrüßte die Entwicklung: »Für die bayerischen Unternehmen ist es eine enorme Erleichterung, dass das faktische Einreiseverbot aus Tschechien und Tirol ab Sonntag entfällt und der Grenzübertritt für Pendler und Lkw-Fahrer wieder einfacher wird«, sagte er. »Allerdings bestehen weiter verschiedene Test- und Anmeldepflichten für Risiko- sowie Hochinzidenzgebiete. Die Lage für Pendler und Logistikunternehmen bleibt daher weiter angespannt.«

© dpa-infocom, dpa:210326-99-986513/4

RKI zu den Corona-Risikogebieten


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